04.02.2014 – 21.02.2014

"Deportiert ins Ghetto"

Die Ausstellung über die Deportationen der Juden aus dem Rheinland im Herbst 1941 in Ghetto Litzmannstadt (Łódź) ist vom 4. bis 21. Februar im Foyer des Neusser Rathauses zu sehen.

Im Herbst 1941 verließen drei Transporte das Rheinland in Richtung Polen. Von den Städten Düsseldorf und Köln aus wurden insgesamt 3.014 Juden der gesamten Region in das Ghetto von Litzmannstadt (Łódź) deportiert. Unter ihnen waren auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Neuss. Keiner kehrte zurück.

 

Im Neusser Rathaus ist nun die Ausstellung „Deportiert ins Ghetto. Die Deportationen aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź)“ zu sehen. Sie befasst sich mit der Geschichte der Deportierten, mit ihrer Zeit vor der Verschleppung und schwerpunktmäßig mit dem Leben im Ghetto. Bereits auf dem Plakat zur Ausstellung ist eine junge Frau aus Neuss zu sehen: Helga Vogelsang, geb. Neuburg, die noch wenige Tage vor ihrer Deportation noch im Rathaus heiratete.

Die eindrucksvolle und anschauliche Ausstellung, die bereits im nordrhein-westfälischen Landtag gezeigt wurde, wird auf Vermittlung des Stadtarchivs Neuss vom 4. bis 21. Februar 2014 im Foyer des Rathauses präsentiert. Es handelt sich um eine (Wander-)Ausstellung des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW, erarbeitet von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln in Kooperation mit dem staatlichen Archiv in Łodz.

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